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Vaterschaft Berlin
Vaterschaftstest

Das Untersuchungsverfahren

Kurz beantwortet

Ein Kind erbt seine Erbanlagen je zur Hälfte von Mutter und Vater. Wir vergleichen bestimmte DNA-Merkmale (sogenannte Repeats) von Kind, Mutter und mutmaßlichem Vater: Merkmale des Kindes, die nicht von der Mutter stammen, müssen vom Vater kommen. Fehlen einem Mann diese Merkmale, ist er als Vater ausgeschlossen. Aus vielen DNA-Abschnitten entsteht ein individueller »genetischer Fingerabdruck«.

Das Untersuchungsverfahren

Jeder Mensch und seine Erbanlagen sind einzigartig – sieht man einmal von eineiigen Zwillingen ab. Über sein genetisches Material lässt sich ein Mensch daher eindeutig identifizieren.

Ein Kind erhält seine Erbanlagen je zur Hälfte von Mutter und Vater. Genau das machen wir uns bei der Feststellung einer Vaterschaft zunutze: Wir analysieren die DNA und vergleichen bestimmte Merkmale des Kindes mit denen der Mutter. So erkennen wir, welche DNA-Anteile von der Mutter vererbt wurden. Die Merkmale des Kindes, die nicht von der Mutter stammen, muss das Kind folglich vom Vater geerbt haben. Hat ein Mann nicht alle diese Merkmale, kann er als Vater ausgeschlossen werden.

Wie die Erbinformation aufgebaut ist

Die Erbanlagen des Menschen sind auf 23 Chromosomenpaare verteilt und finden sich in allen Zellen, die einen Zellkern enthalten. Die Informationen, die den Aufbau unseres Körpers bestimmen, sind in der DNA (Desoxyribonukleinsäure, DNS) verschlüsselt. Sie besteht aus den vier Bausteinen Adenin, Thymin, Cytosin und Guanin.

Auf bestimmten DNA-Abschnitten sind einige Kombinationen dieser Basen bei jedem Menschen gleich – nur die Häufigkeit der Wiederholungen (Repeats) des Musters unterscheidet sich. Genau diese Repeats analysieren und vergleichen wir bei den Probanden.

Der genetische Fingerabdruck

Aus der Analyse verschiedener DNA-Abschnitte erhalten wir ein individuelles genetisches Profil – und zwar umso genauer, je mehr Abschnitte wir einbeziehen. Diese Aufstellung der Repeats nennt man auch »genetischen Fingerabdruck«, denn sie ist so individuell wie ein Fingerabdruck.

Untersuchen wir 15 Merkmale, erhalten wir ein DNA-Profil, das nur bei etwa jedem 180-Billiardsten Menschen vorkommt. Bei einer Weltbevölkerung von aktuell rund 8 Milliarden Menschen ist damit praktisch jedes Profil individuell.

Fragen & Antworten

Häufige Fragen

01Was sind Repeats bzw. STR-Merkmale?

Auf bestimmten DNA-Abschnitten sind einige Basenkombinationen bei allen Menschen gleich; nur die Häufigkeit der Wiederholungen (Repeats) des Musters unterscheidet sich. Genau diese Repeats analysieren und vergleichen wir.

02Was ist ein genetischer Fingerabdruck?

Die Aufstellung der Repeats auf bestimmten DNA-Abschnitten. Sie ist so individuell wie ein Fingerabdruck – je mehr Abschnitte einbezogen werden, desto genauer wird das Profil.

03Warum wird die Mutter einbezogen?

Der Abgleich mit der Mutter zeigt, welche Merkmale das Kind von ihr geerbt hat. Die übrigen Merkmale stammen vom Vater. Die Einbeziehung der Mutter erhöht die Aussagekraft der Auswertung.

04Lassen sich eineiige Zwillinge unterscheiden?

Nein. Eineiige Zwillinge besitzen praktisch identisches Erbmaterial. In allen anderen Fällen ist das genetische Profil eines Menschen individuell.